Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen

Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V.

Wir verbinden Geschichte und Gegenwart,
damit Fluchtereignisse und Fluchtursachen nicht in Vergessenheit geraten 

Ein Dokumentations,- Informations-, Bildungs- und Solidaritätsprojekt in Oldenburg,
der Metropolregion und über Grenzen hinweg.

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Aus: Wochenzeitung DIABOLO von Christoph Kienemann, 10.08.2017


Am richtigen Ort
Förderverein internationales Fluchtmuseum übergibt Bücher an Jugendkulturarbeit e.V

 

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Am richtigen Ort<br />Förderverein internationales Fluchtmuseum übergibt Bücher an Jugendkulturarbeit e.V.
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. hat über die Jahre einen beachtlichen Bestand an Fachliteratur zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt. Aufgrund eines Geschäftsstellenwechsels muss diese Bibliothek nun verkleinert werden. Dies nahm der Verein zum Anlass, ausgewählte Bücher an interessierte AnwenderInnen weiter zu geben. Der Verein Jugendkulturarbeit darf sich über Fachliteratur zum Themenkreis Widerstand gegen den Nationalsozia-lismus freuen.


Seit sechs Jahren leitet Gina Schumm den Bereich der politischen Bildung unter dem Dach des Vereins Jugendkulturarbeit. In dieser Zeit sind zahlreiche Projekte entstanden, die sich beispielsweise mit der Geschichte von Anne Frank, Diskriminierung und Ausgrenzung oder aktuell mit Formen von Zivilcourage beschäftigen. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass Ulrich Hartig vom Fluchtmuseum an uns gedacht hat. Denn bei den Projekten ist uns aufgefallen, dass sich die Jugendlichen gerne intensiv mit manchen Themen beschäftigen wollen“, erklärt Gina Schumm. Die rund 80 Bücher, die nun in die Bibliothek des Jugendprojekthauses übergehen, werden in Zukunft zur Lektüre bereitstehen und interessierten Jugendlichen Informationen über die unterschiedlichen Widerstandsgruppen während der Herrschaft der Nationalsozialisten geben. „Es gab ja sehr viele verschiedene Gruppierungen, die sich gegen den Nationalsozialismus gewehrt haben, viele fallen aber in der öffentlichen Erinnerung unter den Tisch“, ergänzt Ulrich Hartig, erster Vorsitzender des Fördervereins internationales Fluchtmuseum. Mit der Bücherübergabe an Jugendkulturarbeit e.V. erhofft sich der Förderverein internationales Fluchtmuseum, dass die Bücher auch in Zukunft genutzt werden, anstatt in einem Antiquariat zu landen. Schumm und Hartig sind sich dabei sicher, dass das Thema Widerstand auch heute noch hochaktuell ist. „Die Bücher passen natürlich auch sehr gut an diesen Ort“, ergänzt Gina Schumm, denn das internationale Jugendprojekthaus liegt auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee Kaserne. Hier gibt es inzwischen Straßennamen, wie Weiße Rose, Georg-Elser-Straße und Anne-Frank-Platz, die an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnern. Derweil bleibt das Thema natürlich auch beim Fluchtmuseum von Bedeutung. So verleiht der Verein derzeit eine Wanderausstellung zum Widerstand, die in Zukunft an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu sehen sein soll.
Unter den rund 80 Büchern befinden sich Klassiker der Widerstandsliteratur, wie das Tagebuch der Anne Frank. Letzteres liegt im Jugendprojekthaus jetzt auch in arabischer Übersetzung vor. Weitere Bücher informieren beispielsweise über den Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus, die Widerstandsgruppen Weiße Rose oder die Rote Kapelle. Mithilfe dieser Literatur können die ProjektteilnehmerInnen in Zukunft tiefer in bestimmte Aspekte der Geschichte des Widerstands einsteigen. Zu der übergebenen Literatur gehören auch Egodokumente, wie Zeitzeugenberichte oder Tagebuchaufzeichnungen von Widerstandskämpfern. Die Geschichte des Widerstands kann auf diese Weise aus erster Hand nachvollzogen werden und natürlich kann direkt mit den Quellen gearbeitet werden. „Widerstand hat ja auch etwas mit Zivilcourage zu tun und das bedeutet mehr, als jemandem über die Straße zu helfen, es geht auch darum, wie man Opposition betreibt und wie man den Mund aufmacht“, so Ulrich Hartig.
 

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Zum Antisemitismusvorwurf gegenüber dem Förderverein internationales Fluchtmuseum....

Um unseren eigenen Dialogansprüchen gerecht werden zu können, zeigen wir hier verschiedene Wahrnehmungen und Analysen. Zudem geben wir der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Oldenburg Gelegenheit, ihren von der NWZ nicht veröffentlichten Brief der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

http://antifaelf.blogsport.de/2017/06/29/proteste-gegen-bds-veranstaltung-in-oldenburg/

ABGESAGT durch die Stadt Oldenburg

Erneut haben es antidemokratische Kräfte erreicht, die Meinungsfreiheit und das Recht auf Information und öffentliche Diskussion zu behindern.

 

In der Reihe „Öffentliches Nachdenken“ lädt der Förderverein internationales Fluchtmuseum zu zwei Veranstaltungen mit Beiträgen zur Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions und zur aktuellen Diskussion zum Thema Palästina und Israel ein. Er kommt damit einem starken Informationsbedürfnis seitens einiger Oldenburger Vereine und Initiativen, deren Mitgliedern und vieler nicht organisierter Oldenburger Einwohner_ innen nach, das bisher nicht oder nur unter klandestinen Bedingungen befriedigt werden konnte.

 

Palästinas Leiden und wie die Ungerechtigkeit gestoppt werden kann

Mo., 12. Juni 2017, 19 Uhr, Kulturzentrum PFL
Referenten: M. Absualama und R. Barkan

M. Absualama stammt aus Gaza in Palästina, hat internationale und deutsche Politik studiert und bereits an vielen Orten international zum Thema referiert. R. Barkan ist ein israelischer Aktivist, Wehrdienstver-weigerer und Mitbegründer von „Boycott from Within“, einer Gruppe von Israelis, die den BDS-Aufruf der Palästinenser_innen unterstützen. Auch er hat bereits weltweit zum Thema vorgetragen.

Israels Rüstungsindustrie

Mi., 14. Juni 2017, 19 Uhr, Kulturzentrum PFL
Referent: Dr. Shir Hever,

israelischer Wissenschaftler und Journalist, der zu den ökonomischen Aspekten der israelischen Besatzung Palästinas promoviert hat und dieses Thema weiterhin erforscht. Er ist Mitglied verschiedener politischer Organisationen, unter anderem des deutschen Ableger der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“

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Vortrag

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr

Stadtmuseum Oldenburg